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Prosa

Wahre Gedanken

aus dem Schatzkästchen

gesammelt von Nordlichtengel

  ♥  ♥  ♥



 Als ich mich selbst zu lieben begann,

 Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer
und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiss ich: Das nennt man

VERTRAUEN

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz
 und Leid  nur Warnungen für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiss ich: Das nennt man,

AUTHENTISCH SEIN

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung
zum Wachsen war.
Heute weiss ich: Das nennt man,

REIFE

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
 und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte
für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spass und Freude macht, 
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, 
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiss ich: Das nennt man,

EHHRLICHKEIT

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen  und
von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das, ... Gesunden Egoismus,
aber heute weiss ich: das ist,

SELBSTLIEBE 

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man,

DEMUT

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben  und
mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick,
wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es:

BEWUSSTHEIT

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute:

HERZENSWEISHEIT

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, 
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiss ich:

DAS IST DAS LEBEN !

*Charlie Chaplin*
geschrieben an  seinem 70. Geburtstag
am 16. April 1959


♥  ♥  ♥


*Grafik © Josephine Wall*


Dich

Dich
dich sein lassen
ganz dich

Sehen
dass du nur du bist
wenn du alles bist
was du bist
das Zarte
und das Wilde
das was sich losreißen
und das was sich anschmiegen will

Wer nur die Hälfte liebt
der liebt dich nicht halb
sondern gar nicht
der will dich zurechtschneiden
amputieren
verstümmeln

Dich dich sein lassen
ob das schwer oder leicht ist?
Es kommt nicht darauf an mit wieviel
Vorbedacht und Verstand
sondern mit wieviel Liebe und mit wieviel
offener Sehnsucht nach allem -
nach allem
was du bist

Nach der Wärme
und nach der Kälte
nach der Güte
und nach dem Starrsinn
nach deinem Willen
und Unwillen

nach jeder deiner Gebärden
nach deiner Ungebärdigkeit
Unstetigkeit
Stetigkeit

Dann
ist dieses
dich dich sein lassen
vielleicht
gar nicht so schwer

© *Erich Fried*

Hey, ich drück Dich, lieber Frank -
sehr schöne Worte, Danke für das Geschenk,
freue mich sehr, lächelt.


♥  ♥  ♥ 


 

 

L E B E

Lass Dich fallen

Lerne Schlangen beobachten

Pflanze unmögliche Gärten

Lade jemanden gefährlichen zum Tee ein

Mache kleine Gesten

Werde Freund von Freiheit und Unsicherheit

Freue Dich auf Träume

Weine bei Kinofilmen

Schaukle so hoch Du kannst

Tue Dinge aus Liebe

Mache kleine Nickerchen

Gib Geld weiter

Mache es jetzt

Glaube an Zauberei

Lache eine Menge

Nimm Kinder ernst

Bade im Mondlicht

Lies jeden Tag

Stell Dir vor, Du wärst verzaubert

Höre alten Leuten zu

Freue Dich

Lass die Angst fallen

Unterhalte das Kind in Dir

Umarme Bäume

Schreibe Briefe

L E B E !

© *Joseph Beuys*


♥  ♥  ♥

 

 



© *Gustav Klimt*


L e b e n
Wer das Leben verstehen will,
beginne immer zuerst sich selber zu erkennen,
zu verstehen, zu tolerieren, zu akzeptieren und somit zu lieben!
Wobei dies eine wahrlich anspruchsvolle Aufgabe ist.
Eine sogenannte Lebensaufgabe -
oder anders formuliert:
eine Verpflichtung uns selbst gegenüber -
und unser eigenes Schicksal wird es immer wieder zu bewerkstelligen wissen,
dass wir uns phasenweise sehr intensiv mit dieser Frage resp. uns selber beschäftigen ...

...bis wir Sinn und Unsinn Verstanden haben. ;-)
*Verfasser Unbekannt*


♥  ♥  ♥




© *Sulamith Wülfing*

Schicksal ...

“ Der Mensch
wird durch das,
was ihm widerfährt,
was ihm geschickt wird,
durch sein Schicksal, angeredet;
durch sein eigenes Tun und Lassen
vermag er auf diese Anrede zu antworten,
er vermag sein Schicksal zu verantworten“.
*Martin Buber*


♥  ♥  ♥










Hat Gott das Böse erschaffen?


Ein Professor einer berühmten Universität
stellte seinen Studenten
folgende Frage:
“Gott schuf alles, was existiert?”

Ein Student antwortete mutig: “Ja, er schuf alles!”
“Gott hat alles erschaffen?”, fragte der Professor erneut.
“Ja, Herr Professor”, antwortete der Student.
Der Professor fuhr fort: “Wenn Gott alles erschaffen hat,
dann schuf er auch das Böse, denn das Böse existiert,

und gemäß der Annahme, dass unsere Werke uns selbst widerspiegeln,
ist Gott böse.”


Der Student blieb stumm nach dieser Antwort,
und der Professor schien zufrieden,
weil er meinte, bewiesen zu haben,
dass der Glaube und Gott ein Mythos ist.


Ein anderer Student hob seine Hand und sagte:
“Kann ich eine Frage stellen, Herr Professor?”

“Natürlich”, antwortete der Professor.
Der junge Mann erhob sich und fragte:
“Herr Professor, existiert die Kälte?”

“Was soll das für eine Frage sein? Natürlich existiert sie.
Ist Ihnen etwa noch nie kalt gewesen?”

Der Student antwortete: “Tatsächlich, Herr Professor,
existiert die Kälte nicht.

Nach den Gesetzen der Physik ist das, was wir als kalt empfinden,
in Wirklichkeit das Fehlen von Wärme.

Jeder Körper oder Gegenstand kann untersucht werden,
ob und wie viel Energie er hat oder abgibt.

Wärme ist was besagtem Körper Energie verleiht.
Der absolute Nullpunkt ist die totale Abwesenheit von Wärme.

Alle Körper werden träge, reaktionsunfähig,
aber die Kälte selbst gibt es nicht.
Wir haben diesen Ausdruck erfunden,

um zu beschreiben, wie wir uns ohne Wärme fühlen.

Und existiert die Dunkelheit?”, fragte der Student weiter.

Der Professor antwortete: “Natürlich!”
Der Student sagte darauf: “Sie irren sich erneut, Herr Professor.
Die Dunkelheit existiert ebenso wenig.

Sie ist in Wirklichkeit ein Mangel an Licht.
Das Licht lässt sich untersuchen, die Dunkelheit nicht.

Wir kennen das Prisma,
um weißes Licht in die verschiedenen Farben zu zerlegen,
aus denen es zusammengesetzt ist,
mit der jeweils spezifischen Wellenlänge.
Ein einfacher Lichtstrahl bricht die Dunkelheit und
erhellt die Oberfläche,
auf der sein Schein endet.
Wie kann man angeben, wie dunkel oder hell ein bestimmter Raum ist?

Aufgrund der Lichtmenge, die in diesem Raum präsent ist.
Nicht wahr? Dunkelheit ist ein Begriff,

den der Mensch entwickelt hat, um zu beschreiben,
was vor sich geht, wenn kein Licht vorhanden ist.”


Schlussendlich fragte der Student den Professor:
“Herr Professor, existiert das Böse?”

Der Professor antwortete: “Natürlich existiert es,
wie ich anfangs erwähnt habe,

wir sehen Gewalt und Verbrechen auf der ganzen Welt.
Diese Dinge sind böse.”

Worauf der Student antwortete:
“Das Böse existiert nicht, Herr Professor.
Oder wenigstens nicht aus sich selbst.

Das Böse ist schlicht die Abwesenheit Gottes,
ist – genau wie die vorigen Beispiele – ein Begriff,

den der Mensch erfunden hat,
um diese Abwesenheit Gottes zu beschreiben.

Gott hat nicht das Böse geschaffen.

Es verhält sich damit nicht wie mit dem Glauben oder der Liebe,
die existieren wie die Wärme oder das Licht.

Das Böse ist das Ergebnis dessen,
dass der Mensch Gott und seine Liebe
nicht in seinem Herzen gegenwärtig hat.

So wie er es kalt empfindet,
wenn Wärme fehlt oder dunkel, wenn kein Licht da ist.”

Darauf nickte der Professor mit dem Kopf und schwieg.

Der Name des jungen Studenten lautete
*Albert Einstein*







Du stehst an der Klippe- bereit zum Sprung.
Wie die Sonne am Horizont-
wandert Dein Leben vor Dir her.
Von Links nach rechts.
Gelebte Zeiten, Jahre, Monate,
Stunden, Minuten, Sekunden.
Bruchteile, Momente, Augenblicke.
Sie kommen und gehen.
Das ist die Vergangenheit.

Du stehst an der Klippe- bereit zum Sprung.
Wie der Wind durch Deine Haare streift-
so streichelt Dich der Hauch der Unendlichkeit.
In die Zukunft kannst Du nicht blicken,
Du spürst sie nur.
Träume, Sehnsüchte, Fantasien, Ziele,
Wünsche- viel zu viel nur vom Kopf heraus.
Sie kommen und gehen.
Dies ist der Moment der Gegenwart.
Die unerträgliche Leichtigkeit des Sein`s.

Du stehst an der Klippe- bereit zum Sprung.
Wie das Wasser weit unter Dir-
immer im Bewegung,
beständig im Fluss-
so fühlst Du Dich.
Wie die Fische dort untern im Wasser-
möchtest Du eintauchen in diese Tiefe
und Bewegung.
In das Vertrauen Deiner Gegenwart.
Doch noch suchst Du den sicheren Halt.
Hast Angst vor dem Sprung in die Tiefe.

Du stehst an der Klippe- bereit zum Sprung.
Wie leicht Deine Seele auf einmal wird,
wie weit Dein Herz,
wie tief Dein Atem.
Den Blick nach oben gerichtet
und voller Vertrauen-
glaubend, wissend, spürend, fühlend.
Diese große Liebe in Dir, zu Dir selbst,
zu Deinem eigenen Leben,
Deinen Gefühlen, Deinem Glauben,
all dies trägt Dich, hält Dich,
macht Dich aus, führt Dich weiter ...

... mit dieser Liebe in Dir
gehst Du einen einzigen,
kleinen Schritt weiter,
nur einen einzigen Schritt ...
über den Rand der Klippe hinweg ...
Du fällst nicht,
denn Du spürst sie erst jetzt ...
die Flügel Deines Geistes,
Deiner Liebe, Deines Vertrauens.
Die Liebe und der Glaube tragen Dich ...
sanft hinab,
eintauchend in das Wasser,
den Fluss des Lebens.






 

♥  ♥  ♥